Verpackungen aus Wellpappe seit 1960

Nachhaltigkeit

Ressourcenschonende Verwendung von Altpapier

Schon lange bevor das erste Kreislaufwirtschaftsgesetz verabschiedet wurde, nämlich seit den 70er Jahren, stellen wir den überwiegenden Teil unseres Papiers in unserer Papierfabrik in Zülpich-Sinzenich selbst her. Aus vielen hundert Tonnen Altpapier, die dort täglich angeliefert werden, produzieren wir Wellpappenrohpapiere für die Wellpappenproduktion in Sundern-Stockum.

Recyclingfähigkeit von Wellpappe

Bislang galt die Faustformel, dass sich Wellpappe sieben Mal wiederverwenden lässt. Eine neue Studie des Bifa Umweltinstituts hat nun ergeben, dass man die Papierfasern in der Wellpappe mindestens 20 Mal ohne nennenswerte Qualitätsverluste recyclen kann. Dies stellt zum wiederholten Mal die Nachhaltigkeit papierbasierter Verpackungen wie Wellpappe eindrucksvoll zur Schau.

FSC®-Zertifizierung

Bereits seit 2014 können wir unsere Aktivitäten in puncto Nachhaltigkeit auch „schwarz auf weiß“ nachweisen, denn seit diesem Jahr besitzen wir die Zertifizierung gemäß FSC® (Forest Stewardship Council), die besagt, dass wir Papiere aus nur nachhaltigen Quellen einsetzen (Zertifikatsnummer IMO-COC-140018).

Eigenes Blockheizkraftwerk

Im Frühjahr 2012 ist in unserer Papierfabrik in Zülpich-Sinzenich ein eigenes Blockheizkraftwerk erfolgreich in Betrieb gegangen. Damit wird vor Ort nicht nur die für die Papierproduktion benötigte Wärme, sondern auch die elektrische Energie komplett selbst erzeugt. Dazu wird Erdgas zunächst in einer Gasturbine verbrannt und in Strom umgewandelt. Die dabei entstehenden Abgase sind noch so heiß, dass sie mit geringer Zusatzfeuerung in einem Abhitzekessel Frischdampf erzeugen, der in den Trockenzylindern der Papiermaschine benötigt wird. Durch die kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme wird der Primärenergieeinsatz um über 18% gesenkt und die Luftbelastung jährlich um 16.870 Tonnen CO2 reduziert.

Zertifiziertes Energiemanagement-System

Im Rahmen der Zertifizierung nach DIN ISO 50001 wacht ein internes Energieteam über alle Energieverbräuche und berät in regelmäßigen Sitzungen über weitere Maßnahmen zur Energieeffizienz:

So haben wir in den letzten Jahren nicht weniger als 1.200 Leuchtstoffröhren gegen LED- Beleuchtungen ausgetauscht. In Büros oder wenig genutzten Räumen sorgen Präsenzmelder dafür, dass die Bereiche nur bei Benutzung beleuchtet werden. Der überwiegende Teil von elektrischen Antriebsmotoren wird durch drehzahlgeregelte Systeme betrieben, die nur so viel Energie verbrauchen, wie benötigt wird.

Eigene Abwasserbehandlungsanlage

In unserer Papierfabrik betreiben wir eine der modernsten Abwasserbehandlungsanlagen, die das Produktionswasser nach dem Prinzip der Aerob-/Anaerob-Behandlung reinigt, so dass nur kleinste Mengen an die kommunale Kläranlage abgegeben werden müssen. Mit einer Leistung von 112.000 EWG (also umgerechnet die Abwassermengen von 112.000 Einwohnern) stellt dies eine sichere Basis für künftige Anforderungen dar. Das anfallende Biogas wird selbstverständlich nicht abgefackelt, sondern im Blockheizkraftwerk weiterverwendet.

Aufbereiten der Waschwässer

Die beim Reinigen der Druckwerke anfallenden Waschwässer werden zentral gesammelt, aufbereitet und als Produktionswasser ein zweites Mal verwendet.

Konsequente Trennung von Oberflächen- und Schmutzwasser

Das gesamte auf unserem Gelände anfallende Oberflächenwasser gelangt nicht in die kommunale Kläranlage, sondern wird in einem 1,85 Mio. Liter fassenden Regenrückhaltebecken gespeichert und dosiert einem Bachlauf zugeführt.

Emissionsarme LKWs

Unsere LKWs wurden als „Sunderns sauberstere LKWs“ in der lokalen Presse präsentiert. Die Fahrzeuge werden nicht nur mit Diesel, sondern an unserer Betriebstankstelle zusätzlich mit einer wässerigen Harnstofflösung („AdBlue“) betankt.

Ersatz von Einweg-Kaffeebechern

Nachdem wir bei der Jahresabrechnung 2019 feststellen mussten, dass an unseren Kaffeeautomaten die unvorstellbare Zahl von 160.000 Einweg-Kaffeebechern verbraucht worden war, haben wir jedem Mitarbeiter einen isolierten Mehrwegbecher zur Verfügung gestellt und die Preise für den Kaffee im Einweg-Becher gleichzeitig angehoben.